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Der Trottel Teil I
Am Wochenende war es soweit: Nils wollte seinen Kumpels den Trottel vorstellen, seinen neuen Sklaven. Er hatte Alex, Hendrik und Philipp am Mittwoch eine Email geschickt:
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SAMSTAG 21:00 UHR BEI MIR ZUR TROTTEL-VORFÜHRUNG. WIRD GARANTIERT SPASSIG. PHÄTTE SOX UND SNEAKS, WIE IMMER!
Bis Samstag war noch genug Zeit, dem Trottel eine Einkaufsliste zu mailen, auf der stand, was er zu besorgen hatte: Bier, Saft, Schokolade, Gummibärchen, Zigaretten für Alex, und eine Zigarre für
seinen Master Nils. Denn das war das Witzige an der ganzen Geschichte: Man konnte dem Trottel die verschiedensten Befehle erteilen, er machte wirklich alles, und das wollte Nils am Samstag als Unterhaltungsnummer
seinen Kumpels vorführen.
»Der führt sogar noch die sinnlosesten Befehle aus«, erzählte Nils den anderen, die bereits angekommen waren und es sich auf dem Sofa bequem gemacht hatten. Alex legte seine großen Füße, die in
fetten DCs steckten, auf dem Couchtisch ab und zündete sich eine Zigarette an, seine letzte. »Na hoffentlich bringt der Trottel Kippen mit«, sagte er. Nils schmunzelte nur. »Und der macht echt alles, was man ihm
sagt?«, fragte Hendrik. »Klar«, antwortete Nils, ihr könnt’s ja gleich ausprobieren, ist echt fun.« Philipp, der jüngste, er war gerade 18, kam Kaugummi kauend aus der Küche ins Wohnzimmer gelatscht und
warf sich in den Fernsehsessel. »Heute kannst du mal so richtig die Sau rauslassen, Kleiner!«, sagte Nils.
Dann klingelte es an der Tür.
Mit zwei Einkaufstüten kam der Trottel die Treppe hoch. Er hatte 8 Flaschen Bier dabei, drei verschiedene Sorten, denn jeder hatte seine Lieblingssorte bestellt. Er stellte die Tüten im Flur ab und
wurde von Nils gleich zu Boden gedrückt. »Leck meine Skatersneaks, Trottel!« Der Trottel fuhr wie ein Hund mit breiten langen Zungenstrichen über die És seines Masters. »Die anderen sind schon ganz gespannt,
was du so alles kannst und mit dir machen lässt. Kriech mal rüber, sie begrüßen!«
Der Trottel kroch zum Sofa hinüber und begann mit Alex Füßen. Er fuhr mit seiner Zunge über jeden Quadratzentimeter der grauen DCs und leckte auch die Sohle blitzsauber. Es quietschte sogar
manchmal etwas, wenn er über die Sohlen fuhr. »Am liebsten mag er Schweißsocken und nackte Käsequanten«, rief Nils und lachte. »Dafür macht er echt alles.« »Stimmt das, Trottel?«, fragte Hendrik und sah
auf den Trottel herunter. »Ja!«, sagte der Trottel und ging zu Hendriks weißen Adidas über, in denen seine großen Füße in Anklesox steckten. »Hey, Trottel!«, rief Phil. »Magst du ’n Kaugummi?«. Der
Trottel nickte. Phil spuckte seinen ausgelutschten Kaugummi in hohem Bogen auf den Fußboden und schnipste mit dem Finger. Sofort kroch der Trottel auf den Kaugummi zu und nahm ihn mit dem Mund vom Fußboden auf.
»Nicht schlecht!«, lachte Phil hämisch. »Wo ist denn die Schokolade?« »In der Tüte«, grunzte der Trottel, denn er war gerade dabei, die völlig ausgelatschten, dunkelgrünen Chucks von Phil abzulecken. »Na
dann komm mal mit!«, befahl Alex und ging zu den Tüten und trug sie in die Küche. Der Trottel kroch hinterher wie ein höriges Hündchen. Alex packte aus: mehrere Mars, eine Packung Mon Cherie, ein Marzipanbrot
und eine Schachtel Negerküsse. »Bock, das Zeug plattzumachen?«, rief Nils, der im Türrahmen stand. Alle vier – Nils, Hendrik, Alex und Phil – stellten sich im Kreis um die Süßigkeiten herum, die auf dem
gefliesten Küchenfußboden lagen. Dann fingen sie an, unter lautem Gelächter auf das Zeug zu jumpen und es mit ihren breiten Sohlen platt zu treten. Schon bald war auf dem Boden eine widerliche Schweinerei
entstanden, und als auch der letzte Negerkuss zerquetscht und über die Fliesen verschmiert war, gab Nils seinem Sklaven einen Tritt in die Seite und befahl ihm: »Und jetzt zeig uns mal, wie dir das schmeckt!« Die
vier Jungs lachten sich schlapp, als sie dem Trottel zusahen, wie er gierig den Brei und die Schokostücken vom Küchenfußboden fraß. »Und schön sauberlecken, bis alles restlos weg ist.« Dem Trottel wurde fast
schlecht dabei, so viel Schokolade musste er auf einmal fressen. »Und das macht er alles, um an unsere Quanten zu kommen?«, fragte Phil. »Logisch«, sagte Nils. »Er geht für uns einkaufen, zahlt unsere
Rechnungen, putzt und macht all die niederen Arbeiten, auf die wir keinen Bock haben. Ihr braucht ihm bloß ’ne Mail mit Aufgaben zu schicken, der Idiot erledigt das dann. Und wenn ihr knapp bei Kasse seid, dann
zockt ihr ihn einfach ab. Ich zeig euch mal, wie das geht.«
»Hey, slave, Bock, deinem Master mal an den Socken zu schnüffeln?« Nils setzte sich auf den Küchentisch und streifte sich mit dem einen Fuß einen seiner És ab. Sofort versenkte der Trottel
seine Nase in dem warmen, muffigen Sneaker. »Besonders gerne leckt er die Sohle innen«, sagte Nils, und die anderen hockten sich um den Trottel herum, um ihm ganz genau beim Auslecken der És seines Masters
zuzusehen und ihn auszulachen. Dann reckte der Trottel den Kopf hoch und versuchte, mit der Nase an die graue, durchgeschwitzte Sohle der ehemalig weißen Socks seines Masters ranzukommen. Doch Nils zog immer im
letzten Moment den Fuß weg, so dass sich der Trottel richtig zum Idioten machte. »Einmal Riechen 5 Euro!«, lachte Nils. Der Trottel griff auf dem Bauch liegend, in seine Hosentasche und holte sein Portemonnaie
heraus. Er zog die Scheine heraus und warf sie auf den Küchenboden. »Na, das reicht ja für uns alle«, sagte Hendrik und trat dem Trottel auf die Hände. Jetzt kam Alex dazu und kippte etwas von seinem Bier auf
den Kopf des Trottels, der sogleich die kleine Pfütze aufleckte, die sich auf dem Boden gebildet hatte. »Mal reinrotzen?«, fragte Nils seinen Sklaven. »Ja, bitte, Master«, stöhnte der unter dem Gewicht von
Hendriks Sohlen auf seinen Händen. Alex und Phil zogen Rotze hoch und seilten jeder einen dicken, zähen Batzen auf den Fußboden ab. »Gierig fraß der Trottel die schleimige Skaterrotze auf. »Alter, wie
krass!«, sagte Phil, und nahm sich einen Geldschein. »Kommt, wir gehen wieder rüber«, sagte Nils, und sie gingen ins Wohnzimmer zurück. Der Trottel kroch ihnen hinterher. Das Profil von Hendriks Adidas hatte
sich tief in seine Handrücken eingegraben. Nils legte ein Video ein, und die Jungs legten ihre Füße auf den Tisch. Nils rauchte seine Zigarre, Alex Zigaretten, alle vier tranken Bier aus der Flasche. »Und jetzt
werden unsere stinkenden Socken ausgelutscht!«, sagte Nils. »Beachtet ihn gar nicht weiter, ich hab ’nen geilen Film besorgt.«
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